Über die Werkstatt

Von Dresden in die Rakel gefasst

Was als kleine Dresdner Werkstatt in einer Hinterhofwerkstatt begann, hat heute sein Atelier in Düsseldorf, arbeitet aber weiterhin nach denselben Prinzipien: Handdruck, Naturfasern, kleine Auflagen.

Gründerin der Werkstatt in der Druckerei, ein bedrucktes Leinentuch in den Händen haltend
Antonia Reinhardt, Gründerin der Werkstatt

Die Werkstatt entstand aus einer einfachen Beobachtung: Viele Cafés und kleine Restaurants suchten nach Textilien, die zu ihrer Einrichtung und ihrem Namen passten, fanden aber nur Massenware ab hundert oder mehr Stück. Der Siebdruck erlaubte es, auch kleinere Mengen wirtschaftlich zu bedrucken, ohne auf Qualität oder Detailgenauigkeit zu verzichten.

Aus dieser Nische wurde ein festes Angebot. Heute drucken wir Geschirrtücher, Tischsets und Brotbeutel für Gastronomiebetriebe im gesamten Bundesgebiet, für Unternehmen, die zum Jahresende ein textiles Geschenk suchen, und für Privatpersonen, die ein einzelnes Stück zu einem Anlass wie einer Hochzeit oder einem Umzug drucken lassen möchten.

Der Umzug von Dresden nach Düsseldorf änderte am Vorgehen wenig. Nach wie vor wird jedes Sieb von Hand belichtet, jede Farbe eigens angerührt und jeder Bogen einzeln gerakelt. Maschinelle Digitaldrucke erreichen andere Detailgrade, im Siebdruck bleibt die Farbe dafür an der Oberfläche des Gewebes sichtbar und fühlbar.

Weitwinkelansicht des Ateliers mit Siebdruckrahmen, Stoffballen und Trockengestellen
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Entwurf und Vorlage

Jedes Projekt beginnt mit einem Gespräch über Motiv, Stoffart und Menge. Eigene Zeichnungen, Logos oder Fotografien werden für den Druck aufbereitet, reduziert auf klare Flächen und Linien, wie sie der Siebdruck verlangt. Wer kein eigenes Motiv mitbringt, wählt aus dem Katalog und passt Farbe oder Platzierung an.

02

Sieb belichten

Das fertige Motiv wird auf Folie gedruckt und lichtempfindliche Beschichtung auf dem Siebgewebe damit belichtet. Für mehrfarbige Motive entsteht pro Farbe ein eigenes Sieb, exakt aufeinander abgestimmt.

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Drucken von Hand

Der Stoff wird auf dem Drucktisch fixiert, die Farbe aufgetragen und mit der Rakel gleichmäßig durch das Sieb gezogen. Jeder Abzug wird kontrolliert, bevor der nächste Bogen folgt.

04

Trocknen und Fixieren

Nach dem Trocknen wird die Farbe unter Hitze fixiert, damit sie waschbeständig wird. Erst danach gilt ein Stück als fertig für den Versand oder die Abholung.

Woran wir uns orientieren

Materialwahl und Arbeitsweise im Überblick

GOTS-zertifizierte Stoffe

Kontrolliert biologische Textilverarbeitung

Leinen und Baumwolle stammen aus GOTS-zertifizierter Produktion. Die Zertifizierung umfasst sowohl den Anbau der Faser als auch die anschließende Verarbeitung.

Wasserbasierte Farben

Ohne Lösungsmittel

Die verwendeten Druckfarben sind wasserbasiert. Sie ziehen in die Faser ein, statt eine dicke Schicht auf dem Stoff zu bilden, und bleiben dadurch griffig weich.

Handarbeit statt Automatisierung

Kein Digitaldruck im Endlosbetrieb

Wir drucken im klassischen Siebdruckverfahren, Bogen für Bogen. Das begrenzt die Tagesmenge, erlaubt aber eine engmaschige Kontrolle jedes einzelnen Stücks.

Kleine Losgrößen

Ab zehn Exemplaren

Auflagen beginnen bei zehn Stück. Das macht individuelle Motive auch für kleinere Cafés, Vereine oder einzelne Firmenanlässe zugänglich, ganz ohne Mindestbestellung im dreistelligen Bereich.